Phillip Tonn beendet erstes Jahr im Red Bull Rookies Cup

Phillip Tonn beendete am Wochenende seine erste Red Bull Rookies Saison beim Abschlussrennen in Aragon. „An die Strecke hab ich vom vorigen Jahr mit dem Hawkers Cup eigentlich keine guten Erinnerungen. Diesmal war´s deutlich besser“, blickt er auf seine Rennen zurück. „Mit ein paar PS mehr machen die Berge halt mehr Spaß. Die KTM hat richtig Bumms.“ Der 14-jährige schaffte es in der Qualifikation auf Platz 18. „Naja, suboptimal. Ich war schon schlechter, aber ich will ja nach vorn.“ Das gelang ihm im ersten Rennlauf. 15 Runden standen auf dem Programm, bei denen viele Fahrer zu Sturz kamen. Phillip fand sich außerdem von Fahrern umringt, die sonst weiter vorn im Feld fahren. „Als ich plötzlich Artem Maraev vor mir hatte, hab ich mich schon sehr gefreut“, freute er sich über seine fahrerische Leistung. Der Russe rollte dann sogar noch mit technischem Defekt aus. So sah der Neukirchner die Zielflagge als Zehnter. „So weit vorn war ich noch nie. Klar, es sind viele ausgefallen, aber ich hab es immerhin geschafft sitzenzubleiben und im Ziel anzukommen.“ Dafür wurde er mit fünf Meisterschaftspunkten belohnt.

Beim zweiten Rennen am Sonntag gelang ihm dann die Sensation. „Ich habe in drei Runden die schnellste Rundenzeit gesetzt mit 2:04.09 min. Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich so schnell Motorrad fahren kann“, freut er sich. In diesem Wertungslauf fiel keiner der Konkurrenten aus. Phillip fand sich lange auf Platz 12 im Feld der erfahrenen Piloten wieder. „Ein richtig gutes Gefühl, dort mithalten zu können, auch wenn mir dann die Konzentration etwas abhanden gekommen ist.“ Fünf Runden vor Schluss wurde er noch auf Platz 16 verwiesen. Eine Strafe wegen Nichteinhaltung der Streckenbegrenzung brachte nach dem Rennen noch einen Strafplatz ein, so dass er als 17. gewertet wurde. „Das ist jetzt egal, da gibt es eh keine Punkte. Ich habe für mich das gute Gefühl, dass ich dieses Tempo fahren kann und mich nicht hinter den größeren Fahrern verstecken brauche.“ Mit 14 Meisterschaftspunkten beendete er damit die Saison auf Platz 22.

Im Anschluss gab es grünes Licht für 2020. Phillip Tonn darf ein weiteres Jahr in der Talenteschmiede starten. „Am Anfang der Verkündung war ich noch nicht so aufgeregt, aber als ich dann hörte, wer so alles rausfliegt, da hab ich doch Bammel gekriegt. Jetzt freu ich mich riesig. Die Strecken konnte ich jetzt alle kennenlernen, so kann ich nächstes Jahr richtig angreifen.“ Im Winter steht dafür viel Training an. Körperliche Kondition und Kraft müssen weiter ausgebaut werden. Dazu wird Sport und Motocrossfahren auf dem Tagesplan stehen. „Hier kann man ja im Winter nicht Straßenmotorrad fahren. Deshalb planen wir auch wieder Trainingszeiten in Spanien und diesmal auch in den USA ein.“ So kann er dem mitteleuropäischen Winter ein Schnippchen schlagen.

 

Text: Anja Meyer, Fotos: Karl Fritz Glänzel / Racepixs

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